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Der Mindset Blog

Als Coach unterstütze ich Sie darin, Ihre Ergebnisse mit der nötigen Ausdauer, dem nötigen Focus und in eigener Verantwortung zu erreichen. Nehmen Sie neue Perspektiven ein, zapfen Sie Ihre eigenen Ressourcen und Potentiale an. Ehrliches Feedback und Fragen lassen Sie Zusammenhänge erkennen. Effizient und schnell erreichen Sie den Erfolg, den Sie sich wünschen und verdienen.

Kennen Sie Bhutan?

Nein, damit ist nicht das Gas für den Camping-Kocher gemeint. Das wird auch anders geschrieben.

Bhutan ist ein kleines Königreich mit Rund 750.000 Einwohnern nordöstlich an der Grenze zu Indien im Himalaya gelegen. Diesem kleinen Land verdanken wir, dass der 20. März der von der UN verabschiedete „Internationale Tag des Glücks" ist.

Die wirtschaftlichen Ziele Bhutans orientieren sich nicht unbedingt an materiellen Maßstäben. So ungewöhnlich das ist, lohnt es sich doch, über das „Bruttoinlandsglück" einmal nachzudenken.

Wie im Paradies

Bhutans ehemaliger König Jigme Singye Wangchuk formulierte bereits 1976 das Konzept, den Wohlstand des Landes am Grad des Glücks seiner Bewohner zu messen. Seit 2007 misst die „Kommission für das Bruttonationalglück" regelmäßig den Glücksindex. Die ersten beiden Ziele der Kommission sind:
  1. Our people – investing in the nation's greatest asset 
    (Unser Volk – Investition in das größte Vermögen der Nation)
  2. Harmonious living – in harmony with tradition and nature
    (Harmonisches Leben - im Einklang mit Tradition und Natur )


Klingt für uns gestresste und oftmals überforderte Europäer zunächst sehr verlockend. Das scheinen ja paradiesische Zustände zu sein. Endlich ein Land, in dem die Menschen und ihr Lebensraum im Mittelpunkt des staatlichen Handelns stehen. Sollten wir da nicht alle hin?


Und bei uns?

Glück, Zufriedenheit, das Wohl des Volkes oder des Einzelnen – das scheinen oft nur leere Phrasen von Politik und Wirtschaft zu sein. Fromme Wünsche, die scheinbar doch nur dazu dienen, den Profit einzelner oder bestimmter Gruppen zu maximieren. Unsere Nachrichten sind voll von beängstigenden Meldungen von politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und religiösen Katastrophen. Wo bitte schön ist da noch Platz für unser persönliches Glück?


Und auch wenn wir die Weltbühne verlassen und nur unser eigenes privates Leben betrachten, hat man den Eindruck, irgendwie klappt es nicht so richtig mit dem Glück. Tägliche Sorgen der vielfältigsten Art scheinen uns zu lähmen. Ängste und negative Gefühle verhindern, dass wir glücklich sind.


Auch wenn es oberflächlich danach aussieht: unser Glück oder Glücksempfinden hängt nicht von äußeren Umständen ab. Laut World Happiness Report 2017 rangiert Deutschland auf Rang 16 der glücklichsten Nationen, Bhutan kommt nur auf Rang 97. Auf Platz 1 liegen erstmals die Norweger dicht gefolgt von Dänemark.


Was lernen wir daraus? Wir sind selbst für unser Glück verantwortlich. Die Glücksforscher haben herausgefunden, dass unser Glücksempfinden nur zu ungefähr 10% von unseren äußeren Lebensumständen abhängt.


Der richtige Umgang

Viel entscheidender ist, wie wir mit den Lebensumständen umgehen. Und zwar in aller erster Linie gedanklich umgehen. Sehen wir die Welt schlecht und entwickeln negative Gedanken, dann fühlen wir uns auch schlecht.


Aber: Nur alles durch eine rosa Brille zu betrachten und positiv zu denken, hilft nicht. So ein Denken wäre Selbstbetrug. Unser Durst nach Glück ist so groß, dass mit Glücksratgebern ein stetig wachsendes Geschäft zu machen ist. Achtsamkeit auf die positiven Dinge des Lebens kann man sicher gut gebrauchen und ist auch wichtig. Doch negative Gefühle gehören auch zu unserer Natur dazu. Wer das verleugnet, läuft Gefahr, sich selbst zu vergewaltigen und psychischen und physischen Schaden zu erleiden.


Nicht Verdrängen sondern richtig leben heißt die Devise. Wie geht das?

Schlechte Gefühle haben eine Botschaft. Das bedeutet, dass wir die Gefühle nicht überbewerten sollen, indem wir uns ihnen hingeben. Falsch wäre, darüber zu jammern und zu grübeln.


Zuerst müssen wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen; bewusst erkennen, wie wir uns fühlen.

Damit wir darin nicht hängen bleiben, geht es im zweiten Schritt darum, die genaue Botschaft unserer Gefühle herauszufinden. Welche Ursache gibt es in unserem Denken und Handeln, dass wir uns so fühlen? Bei dieser Arbeit werden wir bereits bemerken, dass uns unsere schlechten Gefühle langsam loslassen. Es findet Erleichterung statt. Jetzt haben wir in einem dritten Schritt die Möglichkeit, etwas zu verändern.


Wenn wir so mit unseren Gefühlen umgehen, zeigen wir Verantwortung für unser Denken und für uns selbst. Wir nutzen unsere natürlich gegebenen Möglichkeiten, um voran zu kommen. Wie an einem Kompass können wir uns orientieren.


Und: Indem wir so handeln, verändern wir uns. Wir werden besser. Gefühle sind dann nicht nur immer positiv oder negativ. Weil wir beide Seiten zu unserem Wohl annehmen, werden wir zufriedener. Und glücklicher.


Wie wir sinnvoll und zu unserer Stärkung mit Gefühlen umgehen können, erläutere ich unter anderem in meinen Vorträgen „Vom Glücklichsein und Glücklichwerden"


Mit den besten Wünschen für eine glückliche Zeit


Ihr Mindset-Coach

Matthias Gröne

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Don't worry, be happy
 

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Mittwoch, 12. Dezember 2018